Seit der Gründung 2001 gibt es mit dem Tanzquartier Wien in Österreich erstmals eine Institution, die sich ausschließlich den Genres zeitgenössischer Tanz und Performance widmet. Situiert im MuseumsQuartier - einem der zehn größten Kulturareale der Welt - verfügt das Haus dort über zwei Spielorte:

Hauptspielstätte des Hauses ist die Halle G mit einer Sitzplatzkapazität von 300 Sitzplätzen. Hier zeigt das TQW von September bis April in einem wöchentlich wechselnden Programm lokale und internationale Tanz/Performance Produktionen. Der ganzjährig betriebene Studiokomplex bietet mit drei Studios sowohl Raum für Workshops und Training für professionelle TänzerInnen als auch für Research Projekte. Das angeschlossene Theorie- und Informationszentrum (mit öffentlich zugänglicher Bibliothek, Videothek, Zeitschriftengalerie und Internetzugang) rundet das umfassende Angebot dieses Zentrums für zeitgenössischen Tanz und Performance ab.

TQW / FOKUS

  •  Mut zum Experiment
    Das Programm des Tanzquartier Wien ist geprägt durch ein wechselndes Gastspiel-, Produktions-, Workshop-, Labor- und Theorieprogramm. Das Haus zeigt spannende aktuelle Tendenzen der Tanz- und Performanceentwicklung und gewährt mit Künstlergesprächen und Labors auch direkten Einblick in den Entstehungsprozess von künstlerischen Arbeiten.

  • Künstlerorientierung
    Mit dem Tanzquartier Wien wurde im lebendigen Zusammenspiel unterschiedlichster Präsentations-, Weiterbildungs- und Diskussionsformen im Tanz- und Performancebereich ein Haus geschaffen, in dessen Zentrum der Künstler und die Künstlerin, ihre Arbeit, ihr Denken und ihre Auseinandersetzung mit dem Publikum stehen. KünstlerInnen aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa sowie aus Österreich werden regelmäßig für längerfristige Residences am Haus eingeladen.

  • Interdisziplinarität
    Die Programmpolitik des Hauses weist einen kunstspartenübergreifenden Zuschnitt auf. Die Lage des Tanzquartier Wien im direkten räumlichen Verbund unterschiedlichster Kulturinstitutionen unterstützt die interdisziplinäre Programmpolitik des Hauses.



    TQW / ARBEITSFELDER


  • LOKALE UND INTERNATIONALE PRODUKTIONEN
    Ein wechselndes Gastspiel-, Produktions-, Workshop-, Labor- und Theorieprogramm prägt die Dynamik des Hauses. Das wöchentlich wechselnde Programm bietet einen abwechslungsreichen Mix internationaler Gastspiele sowie lokaler Produktionen. Im Dialog mit lokalen und internationalen ChoreografInnen, TänzerInnen und PerformerInnen entstehen Haus- und Koproduktionen, die Tanz und Performance im Spannungsfeld der unterschiedlichsten künstlerischen und gesellschaftlichen Entwicklung dokumentieren.

  • RESEARCH
    Im Researchprogramm, bestehend aus Laboren und Projektworkshops, werden lokale und internationale KünstlerInnen und TheoretikerInnen eingeladen, an der Schnittstelle Theorie und Praxis allgemeinen künstlerischen Fragen nachzugehen und theoretische Fragestellungen zu Produktionen zu erörtern. In öffentlichen Showings wird das Publikum eingeladen, an ihren Rechercheprozessen teilzuhaben.

  • TRAINING UND TANZTECHNISCHE WORKSHOPS
    Für professionelle TänzerInnen und PerformerInnen wird im Tanzquartier Wien ein tägliches Training angeboten. Da heute das Anforderungsprofil an TänzerInnen und PerformerInnen weit über die Vermittlung von Tanztechniken hinausgeht, wird parallel zum Training ein differenziertes Angebot an tanztechnischen Workshops erstellt. Die TeilnehmerInnen erhalten Einblick in spezifische Fragestellungen wie Umgang mit Neuen Medien, Zusammenspiel von Körper und Stimme oder Performancetechniken. In Showings öffnen sich die Workshops auch dem Publikum.

  • THEORIE- UND INFORMATIONSZENTRUM
    Mit dem Theoriezentrum im Tanzquartier Wien nimmt das Haus eine Vermittlerrolle zwischen künstlerischer Produktion, theoretischer Reflexion und öffentlicher Rezeption ein. Im Vordergrund steht die Erörterung künstlerischer Arbeitsprozesse und Produktionsweisen. Das Theorie- und Informationszentrum bietet eine Bibliothek und Mediathek, eine Auswahl an Tanz- und Performancemagazinen sowie Internetarbeitsplätzen.
    Im audiovisuellen Bereich wird ein Österreichschwerpunkt gesetzt, um die am Hause beabsichtigte Promotion des österreichischen Tanzschaffens auch auf Biblio- und Mediatheksebene zu unterstützen.

  • DIALOG MIT MITTEL-, OST- UND SÜDOSTEUROPA
    Mit nachhaltig gestalteten Kooperationen und kontinuierlichem Austausch mit KünstlerInnen sowie Zentren für zeitgenössischen Tanz und Performance in Mittel-, Ost- und Südosteuropa möchte das Tanzquartier Wien den deutlich westeuropäisch/amerikanisch geprägten Blick auf zeitgenössischen Tanz und Performance erweitern. Zweimal im Jahr lädt es ChoreografInnen aus Osteuropa zu einer zweimonatigen Residence im Haus ein.
     
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